Berühmte Bartträger und berühmte Bärte

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Bärte gibt es viele, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Im Laufe der Geschichte haben sich zahlreiche Barttypen entwickelt. Außerdem hat es berühmte Bartträger in der Geschichte gegeben, die ihre Nachahmer hatten. Andere wiederum dienten als Negativum, von denen das markanteste Beispiel der Hitlerbart ist, der heute gescheut wird wie der Teufel das Weihwasser.

Andere Diktatorenbärte sind der breitete und leicht gezwirbelte Schnauzbart von Stalin sowie der Bart von Saddam Hussein, der in puncto Breite irgendwo zwischen beiden Prototypen des Totalitarismus changiert. Wir möchten ein paar lohnende Arten von Bärten vorstellen und dabei den Blick auf berühmte Bartträger der Geschichte werfen. Möchten Sie Ihren Bart in Schwung bringen? Der Weg zum perfekten Bart.

Bart oder nicht Bart, das ist hier die Frage

Ein Bart steht je nach Fasson für Männlichkeit, Weisheit und Individualität. Er kann aber auch als animalisch abgelehnt werden, wie dies beim ausgeprägten Techniker Homo Faber im berühmten Roman von Max Frisch der Fall gewesen war. Er hatte nicht ohne Grund seinen Rasiertick, weil er als Techniker jede Form von Natur ablehnte und den Menschen bereits als vollständig emanzipiert sah. Dies war die Ursache für seinen tragischen Fall. Gehen wir vom Allgemeinen zum Besonderen:

Typische Bärte

Ob ein Bart typisch ist, ist natürlich ein Standpunkt von Zeitgeist und Mode, da beispielsweise der strenge Schnauzbart eines Adolf Hitlers einst in Deutschland weit verbreitet war, der nach der Apokalypse im Jahre 1945 schlagartig ausstarb. Gängig ist der Dreitagebart und ein typisches Vorbild David Beckham. Dem Dreitagebart weht ein Hauch von Unangepasstheit und Rebellentum inne. Böse Zungen sagen, dies liege daran, dass der Träger zu faul sei, sich zu rasieren.

Besonders in den 1980er Jahren war der breite Schnauzer in Deutschland verbreitet, so wie ihn Tom Selleck und Horst Schimanski trugen. In Frankreich und England spricht man hierbei von einem Moustache. Rustikalere Typen wie Holzfäller tragen hingegen einen Vollbart und drücken damit ihre Naturverbundenheit aus. Ist der Vollbart besonders voluminös, spricht man auch von einem Rauschebart oder ZZ-Bart. Markante Beispiele dafür sind der Bart von Karl Marx und dem Weihnachtsmann.

Bärte, die für Weisheit stehen

In der Antike standen Vollbärte für Weisheit. Berühmte Philosophen wie Platon, Aristoteles und Sokrates verdanken ihr einprägsames Profil zu einem guten Teil ihrem eigentümlichen Vollbart, dem sie mit viel Liebe zum Detail seine besonderen Konturen verliehen. Ein antiker Verwandter eines solchen „Weisheitsbarts“ ist der Assyrer– oder Babylonierbart. Dieser spezielle Vollbart zeichnet sich durch eine besondere Strenge und Akkuratesse aus.

Der Revoluzzerbart und seine Gegenstücke

Mit den Barrikadenkämpfen in der französischen Julirevolution von 1830 kam der Revoluzzerbart auf, von denen die Theoretiker des „modernen und wissenschaftlichen“ Kommunismus, Karl Marx und Friedrich Engels, sich inspirieren ließen. Dies ist der tiefere Grund für den Umstand, dass Linke jedweder Coleur –  von Alternativen aus der Hippieszene und 68er Bewegung bis zu kommunistischen Dogmatikern –  einen Bart tragen.

Nicht einen Vollbart, sondern einen Ziegenbart trugen wiederum die Gallionsfiguren der Russischen Oktoberrevolution Lenin und Trotzki. Das Gegenstück des Revoluzzerbartes ist der königstreue Henriquarte, der nach Henri IV. benannt ist und in Heinrich VIII. und seinem fülligen Rund-um-den-Mund-Bart weiterlebte. In Deutschland wiederum galten lange Zeit der zackige Kaiser-Wilhelm-Bart, der noch aufwendigere Kaiser-Friedrich-Bart seines Großvaters und der Hindenburgbart als ähnlich staatstragend wie in der k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn der Kaiser-Joseph-Bart.

Von Entenschwänzen, Walrössern, Schifferkrausen und anderen Exemplaren

Wie der Ziegenbart sind der Ducktail (Entenschwanz) und der Walrossbart als Schwergewicht der Schnauzer und Erkennungszeichen von Heiner Brand der Tierwelt entlehnt. Eine Schifferkrause ist wiederum ein schmaler, gesichtsumfassender Bart, der ein Signum von Mormonen und Amish People ist. Berühmter Bartträger war hier Abraham Lincoln. Hulk Hogan prägte mit dem Fu Manchu einen Bart, der wie ein umgedrehtes U wirkte. Unikate sind hingegen der umgekehrt gezwirbelte schmale Schnurrbart des Exzentrikers und Surrealisten Salvador Dali wie auch der legendäre zweigeteilte Biber von Admiral Tirpitz, der in Karikaturen gern als Meeresgott Poseidon dargestellt wurde, der ebenfalls ein berühmter Bartträger gewesen war.

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